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M  wie Märchen

Es gibt viele Märchen in Tschechien, von denen uns in Deutschland oft nur ein kleiner Teil durch Filme bekannt ist. Die Geschichten ähneln in den Grundmotiven den deutschen Märchen und verraten doch einiges über Land und Leute Tschechiens. Eine der bekanntesten tschechischen Autorinnen ist Božena Němcová. Zu ihren Werken gehören „O Smolíčkovi“ (Smolíček) und „Potrestaná pýcha“ (Bestrafter Stolz). Ein großer Name neben Němcová ist Karel Jaromír Erben. Er wurde berühmt mit Büchern wie „O kohoutkovi a slepičce“ (Hähnchen und Hühnchen), „Dlouhý, Široký a Bystrozraký“ (Der Lange, der Dicke und der Scharfäugige), „Hrnečku vař!“ (Töpfchen koch!), „Tři zlaté vlasy děda Vševěda“ (Die drei goldenen Haare von Großvater Allwissend), „Rozum a štěstí“(Verstand und Glück) und „Otesánek“ (Otesánek).

Božena Němcová und Karel Jaromír Erben betätigten sich auch als Märchensammler/-innen und schrieben im 19. Jahrhundert die seit Jahrhunderten mündlich überlieferten Märchen nieder.

Die wohl bekanntesten tschechischen Märchenfilme sind „Die Prinzessin mit dem goldenen Stern“ (Princezna se zlatou hvězdou na čele), „Prinz Bajaja“ (Princ Bajaja), „Der Feuervogel und der Feuerfuchs“ (Pták Ohnivák a liška Ryška), „Wie Honza beinahe König geworden wäre“ (Honza málem králem), „Die wahnsinnig traurige Prinzessin“ (Šíleně smutná princezna) und „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (Tři oříšky pro Popelku). Gerade in der Weihnachtszeit laufen täglich schöne Märchenfilme im tschechischen Fernsehen. Das tschechische Äquivalent zu „Es war einmal vor langer, langer Zeit …“ ist übrigens Bylo nebylo… (es war, es war nicht …).

 

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