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K  wie Kleiner Tschechien-Knigge

• Vor dem Betreten einer Privatwohnung zieht man i.d.R. am Eingang die Straßenschuhe aus und man bekommt Hausschlappen (bačkory) angeboten.
• Man schafft sich als Besucher/-in des Landes Vertrauen durch Offenheit und Interesse für Land und Leute, durch Vermeidung von Besserwisserei und natürlich auch durch einige Brocken Tschechisch!
• Tschechische Jugendliche sind ebenso Anhänger der globalen Kultur (Mode, Musik, Freizeitkultur usw.) wie deutsche Jugendliche auch.
• Handzeichen und Kopfbewegungen sind in Tschechien gleichbedeutend wie in Deutschland.
• Die Lautstärke der Kommunikation in der Öffentlichkeit ist häufig leiser und diskreter als in Deutschland.
• Hohes Ansehen genießen die Großeltern, da die babička, also Oma (bei den in Tschechien häufiger als in Deutschland berufstätigen Frauen) oft bei der Erziehung der Enkelkinder mithilft.
• Die Anrede von „höhergestellten Personen“ (Lehrer/-innen, Universitätsmitarbeiter/-innen usw.) ist förmlich und oft mit Titel. Schüler/-innen sprechen ihre/-n Lehrer/-in mit „Frau Lehrerin/Herr Lehrer“ (paní učitelko/pane učiteli) an, worüber in Deutschland die meisten Schüler/-innen lachen würden.
• Auf die finanziellen Möglichkeiten der Gastfamilie und Freunde sollte man Rücksicht nehmen. Es kommt nie und nirgends gut an, den „reichen Deutschen“ heraushängen zu lassen.
• Das zumeist sehr reichliche und kalorienreiche Essen wird in der Regel fertig portioniert serviert, und auch der Nachschlag wird oft von der Hausfrau in der Küche auf den Teller gegeben. Dabei wird man oft „Jezte, jezte!“ (also „Esst, esst!“) hören.
• Am Wochenende gehen einige tschechische Jugendliche mit Freunden zum Wandern/Übernachten im Freien. Diese „Wanderkultur“ (oft mit Gitarre) wird „trempování“ genannt und hat nichts mit „Trampen“ zu tun!
• „Trampen“ im Sinne von „per Anhalter fahren“ ist in Tschechien ebenfalls sehr verbreitet und stellt eine schnelle, billige und kommunikative Art des Reisens dar.
• In den Sommerferien sind immer noch sehr viele Tschech/-innen die meiste Zeit in ihrem Wochenendhäuschen, das selbst in der Luxusausführung noch liebevoll „Hütte“ (= tsch.: „chata, chalupa“) genannt wird.
• Viele Kinder und Jugendliche verbringen ihre Ferien in Zeltlagern (die oft etwas straffer organisiert sind als in Deutschland).

 

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