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wie Interkulturelle(s) Kommunikation/Kompetenz/Lernen                                                        

Die Vorstellung, dass Menschen durch ihren speziellen nationalen Kontext geprägt werden, ist heute weit verbreitet. Beim Zusammentreffen von Angehörigen unterschiedlicher Kulturen kann es folglich zu Schwierigkeiten und Missverständnissen kommen. Die Fähigkeit, trotz unterschiedlichem kulturellen Hintergrund – und damit einhergehend verschiedenen Konzepten der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens und Handelns – angemessen und erfolgreich mit dem Gegenüber zu agieren, wird unter dem Begriff interkulturelle Kompetenz zusammengefasst. Im Rahmen des interkulturellen Lernens eignet man sich diese Kompetenz über einen längeren Zeitraum hinweg an.

Interkulturelles Lernen und Arbeiten können einerseits als Chance begriffen werden. Es ermöglicht das gegenseitige Kennenlernen und voneinander Lernen. Andererseits birgt die Annahme verschiedener Kulturen auch Gefahren, da Kultur oftmals als abgeschlossenes Ganzes und vermeintliche Abstammungsgemeinschaft definiert wird (essentialistisches Verständnis). Kultur wird dann als etwas Trennendes empfunden und kann durch die Bildung von Stereotypen und Vorurteilen z.B. von Machthabern missbraucht werden.

Auch internationale Jugendarbeit stellt die Identifizierung mit der Nation in den Vordergrund. Auf daraus möglicherweise resultierende Probleme hat Norbert Ropers hingewiesen. Interkulturelles Lernen sollte das Augenmerk auf die gesellschaftlichen und individuellen Folgen von unterschiedlichen Lebenslagen und -bedingungen ganz generell legen. Der „Baustein zur nicht-rassistischen Bildungsarbeit“ des DGB Thüringen beispielsweise verbindet antirassistische und interkulturelle Ansätze und bietet so gerade für die außerschulische Arbeit viele praktische Übungen und Methoden.
www.baustein.dgb-bwt.de

 

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