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wie Hauptstadt

„Prag lässt nicht los“, schrieb einer der bekanntesten Söhne Prags, Franz Kafka. Die „Goldene Stadt“ Prag ist nach Paris die meistbesuchte Stadt Europas und bereits seit dem Mittelalter wichtigstes Zentrum Böhmens. Karl IV. machte Prag im 14. Jahrhundert zur Residenzstadt.

Vieles im Bereich der tschechischen Politik, Wirtschaft und Kultur konzentriert sich in Prag. Deshalb bildet die Stadt auch für viele Tourist/-innen einen Anziehungspunkt. Die Kleinseite (Malá Strana), die Altstadt (Staré Město) und  die Neustadt (Nové Město) wurden von der UNESCO 1992 zum Weltkulturerbe erklärt.

Um 870, zur Zeit der Přemyslidendynastie, wurde die erste Prager Burg errichtet. Auf diese Zeit gehen auch die ältesten noch existierenden romanischen Bauten Prags zurück. Unter Karl IV. erreichte die gotische Architektur in Prag ihren Höhepunkt und es entstanden die bekannten Prager Bauten: die Karlsbrücke (Karlův most) und der St. Veits Dom (Katedrála svatého Víta, Václava a Vojtěcha) auf dem Gelände der Prager Burg. Mit der Habsburger Herrschaft im frühen 16. Jahrhundert kam die italienische Renaissancebaukunst nach Prag. Der Mix aus italienischen und heimischen Stilen führte zur einzigartigen „Böhmischen Renaissance“. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) setzte die bedeutendste Periode der Prager Architekturentwicklung ein, die bis heute das Stadtbild maßgeblich prägt – der Barock. Mit den vielen erhaltenen Barockbauten diente Prag dem Filmemacher Miloš Forman als Wiener Kulisse für „Amadeus“.
F wie Film/Filmgeschichte 

Aber auch Jugendstil, Kubismus und Funktionalismus sind in der Prager Baukunst wiederzufinden. Zu den Highlights der tschechischen Hauptstadt zählt neben der Karlsbrücke (Karlův most), die Prager Burg (Pražský hrad) und der sich im Burgkomplex befindende St. Veits Dom (Katedrála svatého Víta, Václava a Vojtěcha). Eine der wohl berühmtesten Straßen Prags ist das Goldene Gässchen. Die Astronomische Uhr (Orloj) auf dem Altstädter Ring (Staroměstské náměstí) als Herzstück der Altstadt lockt zu jeder vollen Stunde Scharen von Touristen/-innen an. Den Mittelpunkt der Prager Neustadt bildet der Wenzelsplatz (Václavské náměstí) – Schauplatz der Bürgerproteste in Folge der gewaltsamen Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 und der sogenannten Samtenen Revolution 1989. Auf dem Vyšehrad, der älteren Prager Burg, findet sich die St. Peter und Paul Kirche (Kostel sv. Petra a Pavla). Auf dem zugehörigen Vyšehrader Friedhof fanden tschechische Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Kultur ihre letzte Ruhestätte. Begraben sind hier unter  anderem die Schriftstellerin Božena Němcová, deren Roman „Babička“ („Die Großmutter“) zur Pflichtlektüre in tschechischen Schulen gehört, die Komponisten Antonín Dvořák und Bedřich Smetana und der Schriftsteller Jan Neruda. Eine Besichtigung des jüdischen  Viertels (Josefov) sowie eine Seilbahnfahrt zum Aussichtsturm auf dem Petřín-Hügel runden das Pflichtprogramm eines Pragbesuchs ab. Die vielen Theater, Konzertsäle und Opernhäuser kann man am besten abends besichtigen, indem man sich eine Karte für das Nationaltheater (Národní divadlo), das Rudolfinum, das Ständetheater (Stavovské divadlo) oderauch die Staatsoper (Státní opera) kauft.

Um nicht alles zu Fuß erkunden zu müssen, bietet es sich an, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Informationen auf Deutsch finden Sie unter www.dpp.cz/de/fahrten-durch-prag/ (Fahrkarten des ÖPNV Prag).

Wer über das Standard-Touristenprogramm hinaus etwas über Prag erfahren möchte, der wendet sich am besten an „Pragkontakt“. Das Projektbüro unterstützt Schüler/-innen und Jugendgruppen bei der Organisation einer Fahrt nach Prag. Je nach Interesse können z.B.  Führungen durchs tschechische Parlament vermittelt werden, Zeitzeugengespräche mit KZ-Überlebenden, Diskussionen zum deutschsprachigen literarischen Leben in Prag oder auch eine Begegnung mit einer tschechischen Schulklasse.
www.pragkontakt.de
www.dpp.cz/de/fahrten-durch-prag/
Z wie Zum Schluss (nützliche Adressen)

 

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